World Cup 2009

19.11.2009

Am Samstag: Beginn des World Cups

Am kommenden Samstag beginnt in Khanty-Mansiysk der diesjährige FIDE-World Cup. Das Turnier wird mit 128 Teilnehmern ausgetragen, die im K.o-System Miniwettkämpfe gegeneinander spielen. Auf zwei Partien jeder Runde folgen bei Gleichstand Stichkämpfe im Schnellschach bzw. Blitzschach. Die erste Partie der ersten Runde wird kommenden Samstag gespielt. Spielbeginn aller Runden ist 15 Uhr Ortszeit (= 11 Uhr MEZ). In einer ursprünglichen Version der FIDE-Regularien für den Weltmeisterschaftszirkel war der Sieger des Turniers für das Kandidatenfinale qualifiziert. Nun ist der Sieger für das später eingeführt Kandidatenturnier bzw. die Kandidatenwettkämpfe (Modus steht noch nicht fest) qualifiziert. Drei deutsche Spieler nehmen teil: Arkadij Naiditsch trifft in Runde 1 auf die junge Chinesin Yifan Hou, Georg Meier spielt gegen Tigran L. Petrosian und Jan Gustafsson wurde gegen Ernesto Inarkiev gelost.
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22.11.2009

World Cup: Meier weiter, Naiditsch und Gustafsson im Tiebreak

Mit einem Weißsieg schaffte Georg Meier heute gegen Tigran Petrosian als erster deutscher Spieler den Sprung in die nächste Runde. Jan Gustafsson, gestern Sieger gegen Ernesto Inarkiev, musste heute den Ausgleich hinnehmen und wird morgen ebenso die Stichkämpfe spielen wie Arkadij Naiditsch, der gegen Yifan Hou zweimal remisierte. Von den 64 Wettkämpfen der ersten Runde werden 19 erst morgen in Schnell- oder Blitzpartien entschieden. Auch einige Elofavoriten wie David Navara müssen "nachsitzen". Mit Sergei Movsesian ist einer der Spitzengroßmeister bereits ausgeschieden. Er unterlag dem Chinesen Yu, Yangyi.
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23.11.2009

World Cup: Naiditsch weiter, Gustafsson ausgeschieden

Gestern hatte sich schon Georg Meier glatt für die nächste Runde qualifiziert, heute hatten Arkadi Naiditsch gegen die Chinesin Yifan Hou und Jan Gustafsson gegen Ernesto Inarkiev die Chance, im Stichkampf nachzuziehen. Gustafsson verlor dann aber die beiden ersten Schnellschachpartien und war nach einem Remis in der dritten aus dem Wettbewerb ausgeschieden. Arkadi Naiditsch startetet in seinem Stichkampf mit einem Sieg, musste aber umgehend den Ausgleich hinnehmen. Dann brachte der Dortmunder aber mit einem Sieg und einem Remis den Sprung in die nächste Runde unter Dach und Fach. Ausgeschieden sind heute u.a Sargissian gegen Li Chao und Tiviakov gegen Iturrizaga. Das längste Match lieferten sich Tregubov und Akobian. Gemäß den Regeln für den Stichkampf - immer zwei Blitzpartien bis zur Entscheidung, und zwar fünf Runden lang, erst dann die Sudden Death -Partie - dauerte dieser Wettkampf über neun Stunden.
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24.11.2009

World Cup: Favoritenstürze

Der heutige erste Umgang der zweiten Runde des World Cups in Khanty Mansiysk zog einige Favoritenstürze nach sich: So zog Alexander Morozevich mit Weiß gegen Viktor Laznicka den Kürzeren, Vassily Ivanchuk unterlag mit gleicher Farbe Wesley So. Teimour Radjabov verlor mit Schwarz gegen Konstantin Sakaev (Bild) und Peter Svidler hatte als Nachziehender gegen Tomy Nyback das Nachsehen. Mit Pavel Eljanov läuft ein weiterer 2700-Spieler Gefahr, aus dem Wettbewerb zu fliegen. Er unterlag mit Schwarz Ernesto Inarkiev. Gerorg Meier remisierte seine Partie gegen Maxime Vachier-Lagrave und Arkadij Naiditsch kam zu einem Weißsieg über Alexander Onischuk.
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26.11.2009

Ivanchuk: "Schluss mit Schach!"

Ab jetzt sei Schach nur noch ein Hobby für ihn, meinte Vassily Ivanchuk auf der Aftergame-Pressekonferenz in Khanty Mansiysk. Er habe gegen Wesley So, so Ivanchuk weiter, reinen Schach-Selbstmord begangen. Die erste Partie hätte er eigentlich gewinnen müssen, dann ein Patt verpönt und sogar noch verloren. Im Übrigen hätte sein Gegner sehr schlecht gespielt. Die Tragödie habe aber schon in Moskau begonnen, als Ivanchuk gegen Kramnik nicht habe gewinnen können. Bei der Blitz-WM wäre es weiter bergab gegangen. Er habe alle Figuren eingestellt, die es im Schach gebe. Das Schach arbeite gegen ihn und nun sei es Zeit mit dem professionellen Schach aufzuhören. Er werde noch die bestehenden Verträge erfüllen und dann sei Schluss.
Interviews auf der World-Cup-Webseite...

26.11.2009

World Cup: Svidler und Shirov retten sich, Meier scheidet aus

Nach drei Schnellschachpartien war der Stichkampf zwischen Peter Svidler und Tomi Nybäck zugunsten des Russen entschieden. Noch klarer bügelte Alexej Shirov seinen Fauxpas gegen Fedorchuk aus - drei Partien: 3:0. Knapper waren eine Reihe weiterer Stichkämpfe, z.B. zwischen zwischen Sergey Karjakin und Aertyom Timofeev, Pavel Eljanov und Ernesto Inarkiev, oder Fabiano Caruana und Lenier Dominguez, jeweils mit dem besseren Ausgang für die Erstgenannten. Leider schied auch Georg Meier im  Stichkampf gegen Vacier-Lagrave aus. Nach einer Remisserie gewann der Franzose die letzte Schnellschachpartie. Erst im Blitzen setzten sich Vitiugov gegen Milos, Li Chao gegen Pelletier und Polgar gegen Nisipeanu durch.
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27.11.2009

World Cup: Wesley So weiter stark

Heute begann die 3. Runde des World Cups in Khanty Mansiysk. Das Feld der 128 Teilnehmer ist auf nun 32 Spieler geschrumpft. Nachdem erst Jan Gustafsson und in Runde Zwei auch Georg Meier sehr unglücklich ausschieden, ist Arkadij Naiditsch der letzte deutsche Spieler im Turnier. Heute kam er zu einem leichten Remis mit Schwarz gegen Peter Svidler. Wesley So, der in Runde Zwei Ivanchuk rauswarf und bei diesem eine Sinnkrise auslöste, bewies heute gegen Gata Kamsky erneut seine Stärke und ging mit einem Sieg in Führung. Außerdem legten Boris Gelfand gegen Judit Polgar, Nikita Vitiugov gegen Konstantin Sakaev, Ruslan Ponomariov gegen Alexander Motylev, Dmitry Jakovenko gegen Alexander Areshchenko, Shakhriyar Mamedyarov gegen Wang Hao , Maxime Vachier-Lagrave gegen Yangyi Yu und David Navara gegen Sergey Karjakin vor.
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28.11.2009

World Cup: zehn Stichkämpfe

Zehn der 16 Wettkämpfe des Worldcups werden erst morgen im Stichkampf entschieden, darunter auch Arkadi Naiditschs (Bild) Match gegen Peter Svidler. Sechs Spieler konnten sich heute bereits qualifizieren: Vitiugov gegen Sakaev, So gegen Kamsky - wenn der Philippine den Worldcup gewinnt, wird Ivanchuk vielleicht doch mit Schach weitermachen -, Mamedyarov gegen Wang Hao, Shirov gegen Tomashevsky und Vachier-Lagrave gegen Yu Yangyi. Im Match zwischen Boris Gelfand und Judit Polgar glich die Ungarin heute mit Weiß aus.
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29.11.2009

Die FIDE warnt: "Rauchen gefährdet ihr Schachresultat."

Heute schied mit Arkadij Naiditsch der letzte deutsche Spieler aus dem World Cup aus. Im Stichkampf gegen Peter Svidler ging der Dortmunder nach zwei Remis in der dritten Schnellschachpartie in Führung und stand auch in der letzten Partie sehr gut, verlor diese aber. Das folgende Blitzmatch entschied der St. Petersburger in der ersten Runde für sich. Auch Alexander Grischuk setzt sich gegen Baadur Jobava erst im Blitzen durch. In weiteren Stichkämpfen qualifizierten sich Boris Gelfand gegen Judit Polgar, Vugar Gashimov gegen Li Chao, Viktor Laznicka gegen Viktor Bologan, Dmitry Jakovenko gegen Alexander Areshchenko, Etienne Bacrot gegen Wang Yue, Vladimir Malakhov gegen Pavel Eljanov, Sergey Karjakon gegen David Navara und Fabiano Caruana gegen Evgeny Aleseev durch. Vor der zweiten Runde gab es einen ungewöhnlichen Zwischenfall. Die Chinesen Wang Yue und Li Chao überschritten beide ihre Rauchpause und erschienen verspätet zur Partie. Sie wurden daraufhin genullt.
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30.11.2009

Wang Yue und Li Chao: "Wir hören nicht mit dem Rauchen auf!"

Schlagartig waren die chinesischen Chancen auf einen möglichen World-Cup-Sieg gestern Schall und Rauch. Die kampflosen Verluste wegen Unpünktlichkeit in den Tiebreaks zur dritten Runde konnten Wang Yue (Bild) und Li Chao nicht mehr aufholen und schieden aus: "Wir hören trotzdem nicht mit dem Rauchen auf", erklärten die Unbelehrbaren im Interview auf der Webseite des Veranstalters zur Freude der Zigarettenindustrie. Zum Auftakt der 4.Runde gab es heute zwei Entscheidungen. Peter Svidler gewann seine Partie gegen Alexei Shirov und Shakhriyar Mamedyarov besiegte Viktor Laznicka. Beide Siege wurden mit den schwarzen Steinen erkämpft. Die übrigen sechs Partien endeten remis.
Interview auf der Turnierseite...
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01.12.2009

World Cup: Svidler wirft Shirov raus, Mamedyarov und Karjakin ebenfalls weiter

Im heutigen zweiten Umgang der 4.Runde des World Cup in Khanty Mansiysk gelang es Alexei Shirov nicht, seinen Rückstand gegen Peter Svidler aufzuholen. Am Ende musste der letztmalige World Cup-Finalist in einem Endspiel mit ungleichen Läufern ins Remis und damit in seinen K.o einwilligen. Auch Shakhriyar Mamedyarov verteidigte gegen Überraschungsmann Viktor Laznicka seinen Vorsprung aus dem Hinspiel und ist für die nächste Runde qualifiziert. Als dritter Spieler rückte heute Sergey Karjakin vorzeitig in die fünfte Runde vor. Er gewann mit den schwarzen Steinen seine Partie gegen Nikita Vitiugov in einem Damenendspiel. Fünf Matches werden erst morgen im Stichkampf entschieden.
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02.12.2009

Ivanchuk: "Sorry Fans, war nicht so gemeint."

Nach seiner Niederlage gegen Wesley So und seinem Ausscheiden aus dem World Cup war Vassily Ivanchuk so deprimiert, dass er in einem Interview in Khanty-Mansiysk tatsächlich laut über seinen Rücktritt vom Profischach nachdachte. Inzwischen hat es sich der unvergleichliche Spitzengroßmeister aber doch anders überlegt. In einer kurzen Erklärung bei Chesspro.ru verkündete der Ukrainer seinen Rücktritt vom Rücktritt. "Liebe Schachfreunde, Fans und Kollegen. Bitte entschuldigt mein emotionales Interview. Ich war so enttäuscht nach meiner Niederlage. Aber unter keinen Umständen werde ich mit dem Schach aufhören. Vassily Ivanchuk"
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11.12.2009

World Cup: Zweite Partie remis

Heute wurde beim World Cup in Khanty Mansiysk die zweite Finalpartie zwischen Boris Gelfand und Ruslan Ponomariov gespielt. Gelfand führte die weißen Steine, war aber offenbar schon mit dem Verlauf der Eröffnung nicht zufrieden und akzeptierte im 20sten Zug das Remis Angebot Ponomariovs. Aus der Katalanischen Eröffnung hatte der Ukrainer die Struktur mit dem an dieser Stelle ungewohnten 12...f7-f5 zu einem Holländischen Stonewall umgebaut. Morgen wird das auf vier Partien angesetzte Finale fortgesetzt. Der Sieger qualifiziert sich für das nächste Kandidatenturnier.
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12.12.2009

Friedlich im Finale

"Bislang ist das Finale langweilig. Wir schaffen es nicht, interessante Partien zu spielen, neue Kombinationen entstehen zu lassen, den Gegner unter Druck zu setzen." Ruslan Ponomariov nahm bei der Pressekonferenz nach der zweiten Partie des World Cup Finales in Khanty-Mansiysk kein Blatt vor den Mund und zeigte Mut zur Wahrheit. Der schien ihn in der dritten Partie nach viel versprechendem Beginn jedoch verlassen zu haben. Mit Weiß gelang es Ponomariov beim Übergang vom Mittelspiel ins Endspiel einen Bauern zu gewinnen, aber offenkundig hatte er bald danach keine zündende Gewinnidee mehr und lenkte die Partie mittels Zugwiederholung in den Remishafen. Boris Gelfand wird darüber nicht traurig gewesen sein. Er spielt morgen in der vierten und letzten Finalpartie mit Weiß und hat so vielleicht eine gute Gelegenheit, den Tie-Break doch noch zu vermeiden.
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13.12.2009

World Cup: Stichkampf!

Die Entscheidung um den Sieg beim World Cup fällt morgen im Stichkampf. Heute beendeten Boris Gelfand und Ruslan Ponomariov auch ihre vierte Fianlpartie ohne Sieger. Mit den weißen Steinen versuchte Gelfand in der Katalanischen Eröffnung Druck auf Ponomariovs Stellung auszuüben, doch der Ukrainer neutralisierte diese Bemühungen relativ mühelos. Nun entscheiden morgen die besseren Nerven, wer am Kandidatenturnier teilnehmen darf.
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