Eröffnungen

Peter Wells Kolumnen

Eröffnungsbeiträge im Fritztrainer-Format

 


 


 

07.07.2010

Eine Frage des Abtauschs

Eine weitere Reduzierung des Materials in Endspielen ist immer eine kritische Entscheidung. In nebenstehender Position bot sich Schwarz die Möglichkeit, mit 60...Kxg2 61.Kxe3 Txb5 62.axb5 f1D 63.Txf1 Kxf1 in ein Bauernendspiel abzuwickeln, in dem er über einen gedeckten Freibauern auf a5 verfügt.
Was meinen Sie, soll er diese Abwicklung wählen oder lieber mit 60...Tc3 seine Leichtfigur decken und auf das Endspiel mit Türmen und ungleichfarbigen Läufern setzen?

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02.07.2010

Mit einem Springer auf f5...

... gewinnt sich die Partie oft von ganz allein, heißt es in vielen Angriffslehrbüchern. Rein optisch wirkt diese Figur schon immer bedrohlich, und hier steht mit dem Sg3 auch gleich noch ein Kollege in den Startlöchern. Wie beurteilen Sie die Lage?
A) Schwarz hat zu viele Figuren am Königsflügel, da kann für Weiß nichts gehen;
B) Die Anziehende erlangt durchschlagenden Angriff, aber erst ist noch ein cleverer Vorbereitungszug nötig; 
C) Sie kann sofort losschlagen.

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29.06.2010

Magnus' mächtige Türme

Beim Turnier der Könige in Mediasch und Bazna wusste Magnus Carlsen wieder einmal zu überzeugen, er gewann souverän mit zwei Punkten Vorsprung und verlor als einziger Spieler keine Partie. Die nebenstehende Stellung, Carlsen - Radjabov, stammt aus der siebten Runde. Schwarz am Zug muss in diesem Endspiel sehr um die Sicherheit seines Königs bedacht sein, denn Carlsens Türme haben bedrohlich Posten bezogen. Zudem steht der letzte schwarze Bauer unter Beschuss, und es stellt sich die Frage, ob er mit 45...Tg4 oder 45...Ta2 verteidigt werden soll. Welchen von den beiden Zügen würden Sie Schwarz empfehlen?
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25.06.2010

Zwei Damen gegen eine...

... wollte in dieser Partie aus der Polnischen Meisterschaft nicht allzu viel heißen, denn das höchste Gut im Schach ist und bleibt schließlich der König. Wie lautet Ihr Urteil zu der Zugfolge 46.Df8+ Kh5 47.d8D in dieser Stellung?

A) Sieg für Weiß;
B) Sieg für Schwarz;
C) Remis.

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21.06.2010

Eröffnungsübersichten in CBM 136

Nach 6...c5 in der Wiener Variante des Orthodoxen Damengambits geht die Theorie häufig weit bis ins Mittelspiel hinein. Aber neuerdings bietet sich 6...h6 an - Kramnik, Aronian sowie Ivanchuk haben es ausprobiert. Wenn sich diese Alternative als zuverlässig erweist, besitzt der Nachziehende eine elegante Möglichkeit, dem Variantendickicht des Hauptzuges einfach auszuweichen. Evgeny Postny hat sich des Themas angenommen und eine gründliche Analyse der Toppartien abgeliefert. Sein Fazit ist noch sehr vorsichtig, denn die Entwicklung dieses Abspiels steht erst am Anfang. Garantiert wird es in der nächsten CBM-Ausgabe neue kommentierte Partien mit 6...h6 geben. Weitere 12 Beiträge finden Sie nur auf der DVD von CBM 136.
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Postnys kompletter Artikel

18.06.2010

Keine halben Sachen...

... sondern eine ganze Figur hatte Weiß in dieser Partie bereits für seinen Angriff ins Geschäft gesteckt. Wie würden Sie nach dem gefräßigen Schlagen 24...Txb2 die Stellung einschätzen?

A) Schwarz gewinnt;
B) Weiß setzt matt;
C) es herrscht dynamisches Gleichgewicht.

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17.06.2010

Der Kampf gegen den Blockeur

154 Züge waren in der Schnellpartie Aronian - Dominguez bereits gespielt, als Aronian mit 155.Db6+! eine geniale Idee verwirklichte. Die Absicht ist, nach dem erzwungenen Abtausch der schwarzen Blockadedame 155...Dxb6 156.Lxb6 und dem Läuferopfer Kxb6 mit 157.Kh5 den Vormarsch des weißen Freibauernpaares zu unterstützen. So weit, so gut. Was spielt Weiß aber, wenn Schwarz den Läufer nicht schlägt, sondern mit 156...Lg6 den Freibauern einen neuen Blockeur vor die Nase setzt? GM Karsten Müller hat das Endspiel für ChessBaseMagazin Online analysiert.

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11.06.2010

Diverse Zwischenzüge...

... galt es für Weiß zu berechnen, als er sich in dieser Stellung für 21.Lxa6 mit der Drohung 22.Td6 entschied. Wie schätzen Sie die Lage nach dieser Fortsetzung ein?

A) Weiß gewinnt einfach eine Figur;
B) es ergibt sich forciert ein Endspiel mit weißem Materialvorteil;
C) alles löst sich in Wohlgefallen auf.

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10.06.2010

Nachtrag Caro-Kann

In der gerade publizierten Juni-Ausgabe von ChessBase Magazin hat Spyridon Skembris eines seiner Lieblingssysteme vorgestellt: Caro-Kann mit 4...Sf6 5.Sxf6+ gxf6. Die etwas ungewöhnlichen Stellungstypen sind für beide Seiten nicht leicht zu handhaben und sehen Spieler im Vorteil, die sich darin gut auskennen. Als genauester weißer Zug galt immer 6.c3, aber in einem der Abspiele geschieht später dennoch c3-c4, sodass ein Spielplan mit 6.Sf3 und nachfolgendem Fianchetto auch logisch ist, um c3 einzusparen. Kürzlich bekam es unser griechischer Autor mit diesem Aufbau zu tun, die Partie zeigt sehr gut, wie man unscheinbare Fehler ausnutzen kann.
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Havlikova - Skembris

09.06.2010

Der Durchbruch

Folgendes lehrreiche Endspiel Springer gegen Läufer entstand in der Partie Lu Shanglei - Ji Dan, gespielt bei der Chinesischen Meisterschaft 2010 in Xinghua. Weiß dominiert mit dem starken Zentralspringer den schwarzen Läufer, der an die Verteidigung der Bauern c6 und g6 gebunden ist. Zudem besitzt Weiß eine 3:2-Bauernmehrheit am Königsflügel, die nur darauf wartet, in Marsch gesetzt zu werden. Trotz dieser gewichtigen positionellen Vorteile ist es aber nicht einfach, die schwarze Stellung zu knacken. Was meinen Sie, welche Fortsetzung hat Lu Shanglei wohl gewählt, um Fortschritte zu machen?

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04.06.2010

Eine rasche Lösung...

... brauchte Schwarz in dieser Schnellpartie vom World Cup für seinen Verteidigungsläufer e5, der diverse Felder zu bewachen hat. Welchen Zug halten Sie in dieser Stellung für am besten?

A) 36...Td5
B) 36...Dc3
C) 36...Da4


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02.06.2010

Phase IV

Die Unterteilung einer Schachpartie in die drei Phasen Eröffnung, Mittelspiel und Endspiel dürfte jedem geläufig sein. Aber es gibt auch eine sogenannte vierte Partiephase, wenn nämlich beide Parteien einen Freibauern durchbringen. In der Schnellpartie Gurevich - Ivanchuk, gespielt beim World Cup in Odessa, wählte Ivanchuk nach 58.Ke6 die Fortsetzung 58...Txf6+, und die Umwandlung beider Bauern stand kurz bevor.
Was meinen Sie? War Ivanchuks Entscheidung richtig oder hatte er eine bessere Fortsetzung zur Verfügung?

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28.05.2010

Feuer frei...

... dachte sich der Anziehende in dieser Stellung, als er mit 40.Sxe7+ Lxe7 41.Txg7+ zum Sturm in der g-Linie blies. Was hat diese Fortsetzung Ihrer Ansicht nach zur Folge?

A) forciertes Matt;
B) Dauerschach;
C) eine große Enttäuschung für Weiß.

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27.05.2010

Dame gegen Turm...

... gewinnt das nicht ganz leicht? Ältere ChessBase-Anwender werden sich erinnern, dass es mal ein DOS-Programm gab, dass nichts anderes konnte, als genau dieses Endspiel zu spielen - das jedoch perfekt. Es verteidigte sich so zäh, dass selbst Großmeister ohne Übung nicht in der Lage waren, die Dame gegen den Turm des Programms zum Sieg zu führen. Derek Grimmell hat sich intensiv mit diesem Endspiel beschäftigt und ist zu erstaunlichen Erkenntnissen gelangt. Hier legt er die Ergebnisse seiner Arbeit vor. Lernen Sie mit seiner Datenbank (Download über 700 KB), wie man sich so verteidigt, dass ein schon verloren geglaubter halber Punkt doch noch gewonnen werden kann, und natürlich auch, wie man mit der Dame zum Ziel kommt.

21.05.2010

Ein Matt auf der langen Diagonale...

... hatte Weiß in dieser Stellung eindeutig vor Augen, als er 33.Sg5 zog, um den Sf7 als Verteidiger des Feldes h8 abzulenken. Welches Urteil ist in Ihren Augen danach zutreffend?

A) Schwarz kommt in Vorteil;
B) dynamisches Gleichgewicht;
C) Weiß gewinnt.

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